Über mich

Judith Elmiger
Künstlerin HGK
Eidg. diplomierte Kunsttherapeutin, Fachrichtung Gestaltungs- und Maltherapie
Lehrtherapeutin und Mentorin OdA ARTECURA
Mitglied im Fachverband für Kunsttherapie gpk
Bildende Künstlerin
In meinem ersten Beruf als bildende Künstlerin malte ich Porträts, modellierte Skulpturen, zeichnete fliessendes Wasser, experimentierte mit Video und setzte mich mit der Kunstgeschichte auseinander. Ich malte gerne mit expressiven Farben und formte Köpfe, in denen starke Emotionen sichtbar wurden. Ich liebte es, mit pastoser Ölfarbe auf einer weichen Leinwand, mit wässriger Aquarellfarbe im Freien zu malen oder selber Hand anzulegen und meine Skulpturen in Gips und in Beton zu giessen.
Mit 50 habe ich jedoch gemerkt, dass ich im Atelier immer allein bin und dass ich den Austausch mit Menschen vermisse. Ich entschied mich, die Ausbildung zur Kunsttherapeutin zu machen und meine künstlerische Berufserfahrung mit meinen persönlichen Lebenserfahrungen zu verbinden.
Kunsttherapeutin
Als Kunsttherapeutin geht mir heute das Herz auf, wenn ich erlebe, wie gestresste Menschen ins Atelier kommen, beim Kneten eines Ton-Mockens ruhig werden und ihre Anspannung und Belastung sichtbar von ihren Schultern fällt.
Oder der Pinsel in einer Kinderhand zum Zauberstab wird und die Malwand ein Abschiedsgeschenk kriegt.
Es berührt mich, wenn Menschen Porträts malen, die ungeschönt und ehrlich Ängste, Ärger und Sorgen ausdrücken und ich erinnere mich an eigene schwierige Momente.
Ich fühle mit, wenn jemand die Trauer über einen verlorenen Menschen in eine Schale aus Ton legt und dabei tief seufzt.
Ich erlebe, wie ein ängstlicher Mensch mit starkem und entschlossenem Strich auf einem grossen Blatt Papier zeichnet und erkenne, dass er seinen Weg gefunden hat, der Angst vor dem Scheitern zu begegnen.
Ich beobachte, wie die innere Unruhe auf dem äusseren Bild eine Ordnung erhält.
Wenn ein nörgelnder Geist am Ende der Stunde sagt: «Jetzt bin ich mit meinem Werk zufrieden!», dann freue ich mich.
Berufserfahrung
Seit 2023 bin ich als selbständige Kunsttherapeutin, Lehrtherapeutin und Mentorin tätig. Ich bin beim Erfahrungsmedizinischen Register EMR und der Stiftung für Komplementärmedizin asca als Kunsttherapeutin, Fachrichtung Gestaltungs- und Maltherapie registriert. Als Mitglied des Fachverbands für Kunsttherapie gpk und der Dachorganisation der Schweizerischen Berufsverbände für Therapien mit künstlerischen Medien halte ich mich an die Ethikrichtlinien der OdA ARTECURA.
Ich bilde mich stets weiter und nehme an Fachveranstaltungen sowie an Supervisionen teil. 2020 und 2021 habe ich am Kantonsspital St. Gallen, der Klinik Arlesheim und in der heilpädagogischen Schule Papilio in Altdorf kunsttherapeutische Praktika absolviert und Berufserfahrung als Kunsttherapeutin gesammelt. Von 2003–2005 entwickelte ich als freischaffende Künstlerin die Kunst und Bau-Arbeit Rote Kinder für die Wohnsiedlung Heuried in Zürich.
Aus- und Weiterbildung
2022 erwarb ich das eidgenössische Diplom in Kunsttherapie, Fachrichtung Gestaltungs- und Maltherapie. Von 2018–2021 absolvierte ich die Ausbildung in Gestaltungs- und Maltherapie am Institut apk in Thalwil und am Studiengang für anthroposophische Kunsttherapie in Arlesheim. Von 2016–2017 studierte ich drei Semester Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Meine künstlerischen Fähigkeiten eignete ich mir von 1989–1995 am Vorkurs und der Fachklasse für Bildende Kunst an der Schule für Gestaltung Luzern an.
Lebenslauf
